Zugegeben, es war nicht alles Gold, was Samstagnachmittag unterhalb der Erfurter Anzeigetafel auf dem grünen Rasen gezeigt wurde. Das Ergebnis hingegen schimmerte dennoch goldgelb ins weite Rund: FC Rot Weiss Erfurt 3 : Carl Zeiss Jena 0!
Trotz des klaren Ergebnisses war das Spiel über weite Strecken wenig ansehnlich. Hatte der RWE in den ersten Minuten noch versucht, gleich aufzuzeigen, wer hier Chef im Ring ist, glitt ihnen das Spiel danach immer weiter aus der Hand. Beiden Mannschaften war anzumerken, dass hier keiner den ersten Fehler machen wollte. Kein Wunder also, dass das 1:0 nach einem Standard fiel. Olli flankte den Ball mit viel Effet in den Strafraum und per schönem Flugkopfball und völlig ungedeckt vom (an diesem Spieltag entscheidend schlechten) Hänge in die Maschen. Danach wurde das Spiel auf dem Rasen besser, die Stimmung im Stadion auf Rot Weisser Seite auch. Schade, dass es wieder einen unverbesserlichen gab, der Feuerwerkskörper zünden musste, sehr zum Unmut der herumstehenden Fans, was hier auch nochmal hervorgehoben werden soll.
In der zweiten Halbzeit gab sich Jena dann selbst den Todesstoß. Kurz nach Wiederanpfiff ließ sich besagter Hänge zu einem dummen Tritt hinreißen und verschaffte uns einen von NPR sicher verwandelten Elfemeter. Kurze Zeit später wurden dann die Leitwölfe des FCC ausgewechselt, mit kurioser Begründung von Heiko Weber: "Das Spiel ist doch eh verloren!"
Das 3:0 durch Reichwein war nur noch eine Frage der Zeit, weil Jena nun kommen wollte und Erfurt das Spiel im Griff hatte und kontern durfte. Spielerisch konnte mich das gezeigte über weite Strecken nicht überzeugen. Sei es nun Nervosität oder einfach Unvermögen - gegen Gegner die ihre Chancen konsequenter nutzen, würden wir nicht als Gewinner vom Platz gehen. Das Bemühen war da, Manno und Cello arbeiteten viel, Zedi derigierte gewohnt sicher das Spiel und auch Rauw war in der zweiten Halbzeit so, wie man sich das erhofft hat. Aber das täuschte nicht über viele Abspielfehler hinweg und auch nicht über die Schwierigkeiten im Spielaufbau, lange Bälle über das Mittelfeld waren noch nie ein probates Mittel. Trotzdem: wenn Emma noch an der Feinabstimmung arbeitet und alle mitziehen, dann werden wir auch diese Saison eine gute Rolle spielen.
Ein Wort noch zu Jovanovic. Er kam Mitte der zweiten Halbzeit und gefiel mir spielerisch ausgezeichnet, führte den Ball sicher am Fuß und mit viel Übersicht. Einzig bei der UFFTA wirkte er noch verunsichert, die Bindung zur Mannschaft schien noch nicht da zu sein. Fast schon schüchtern und hilflos wirkte er. Wo ein Sponsel laut mitsang, obwohl er das Duell gegen Rickert verlor und diese Saison wieder keinen Stammplatz hat, guckte Jovanovic wie ein Osterhase im Schnee. Hoffentlich nimmt ihn die Mannschaft noch an die Hand und in ihre Mitte um diesen Spieler auch menschlich an den Verein zu binden. Dann steht uns eine goldene Saison bevor.
Montag, 25. Juli 2011
Freitag, 22. Juli 2011
Vorschau 1. Spieltag: RWE - FCC
Morgen beginnt nun also die neue Saison. Gleich zum Auftakt gibt es das Derby. Das ist doch mal eine Ansage!
Aber unabhängig vom Prestige hat dieses erste Spiel, wie fast immer, nur wenig Aussagekraft. Beide Mannschaften treten mit teilweise weitreichend verändertem Personal an. Bei beiden Mannschaften fand ein Umbruch statt. Und beide Mannschaften haben sich dafür entschieden, mit jungen Spielern auf Kontinuität zu setzen. Bei Carl Zeiss heißt die neue und alte Wunderwaffe Jan Simak. Der mittlerweise 32jährige wird in Kernberghausen als Heilsbringer und Lösung für alles gefeiert - obwohl die Saison noch nich begonnen hat. In Erfurt hingegen hat Zedi die Woche nochmal bekräftigt, dass Erfolg nur über die mannschaftliche Geschlossenheit zu Stande kommen kann.
Natürlich ist ein Auftaktsieg wichtig, zumindest für die Moral und um nicht gleich hinterherzulaufen. Natürlich werden viele Kraft und Hoffnung für die neue Saison aus einem Sieg über den großen Rivalen schöpfen. Nur leider gilt das für beide Mannschaften gleichermaßen. Der Pleitegeier zieht seine Kreise über die Kernberge und so ein Derby hat schon den ein oder anderen Zuschauer verschreckt. Und im Steinhaus will man mit einem Sieg den "Nummer 1 im Land" Anspruch auf jedenfall verteidigen.
Dennoch bleibe ich auch bei einer Niederlage ruhig. Zumindest solange darauf nicht drei weitere folgen. Und auch mit der Schmach könnte ich leben, auch wenn ich mit einem guten Freund gewettet habe und der Verlierer 48h Stunden das Bild des Gewinners in Facebook tragen muss. Ich wollte ja um eine Woche wetten, aber das war dem Zeisser wohl zu riskant. Daran sieht man, der RWE muss sich nicht verstecken. Und egal wie das morgen ausgeht: Für micht ist es kein Indikator für den Verlauf der kompletten Saison. Wir tun gut daran auch bei einer Niederlage keine Unruhe im Verein aufkommen zu lassen.
Zugegeben, ärgern würde ich mich schon, sollten morgen die drei Punkte nicht im SWS bleiben.
Links: Vorbetrachtung RWE
Mohrens Einwurf
Aber unabhängig vom Prestige hat dieses erste Spiel, wie fast immer, nur wenig Aussagekraft. Beide Mannschaften treten mit teilweise weitreichend verändertem Personal an. Bei beiden Mannschaften fand ein Umbruch statt. Und beide Mannschaften haben sich dafür entschieden, mit jungen Spielern auf Kontinuität zu setzen. Bei Carl Zeiss heißt die neue und alte Wunderwaffe Jan Simak. Der mittlerweise 32jährige wird in Kernberghausen als Heilsbringer und Lösung für alles gefeiert - obwohl die Saison noch nich begonnen hat. In Erfurt hingegen hat Zedi die Woche nochmal bekräftigt, dass Erfolg nur über die mannschaftliche Geschlossenheit zu Stande kommen kann.
Natürlich ist ein Auftaktsieg wichtig, zumindest für die Moral und um nicht gleich hinterherzulaufen. Natürlich werden viele Kraft und Hoffnung für die neue Saison aus einem Sieg über den großen Rivalen schöpfen. Nur leider gilt das für beide Mannschaften gleichermaßen. Der Pleitegeier zieht seine Kreise über die Kernberge und so ein Derby hat schon den ein oder anderen Zuschauer verschreckt. Und im Steinhaus will man mit einem Sieg den "Nummer 1 im Land" Anspruch auf jedenfall verteidigen.
Dennoch bleibe ich auch bei einer Niederlage ruhig. Zumindest solange darauf nicht drei weitere folgen. Und auch mit der Schmach könnte ich leben, auch wenn ich mit einem guten Freund gewettet habe und der Verlierer 48h Stunden das Bild des Gewinners in Facebook tragen muss. Ich wollte ja um eine Woche wetten, aber das war dem Zeisser wohl zu riskant. Daran sieht man, der RWE muss sich nicht verstecken. Und egal wie das morgen ausgeht: Für micht ist es kein Indikator für den Verlauf der kompletten Saison. Wir tun gut daran auch bei einer Niederlage keine Unruhe im Verein aufkommen zu lassen.
Zugegeben, ärgern würde ich mich schon, sollten morgen die drei Punkte nicht im SWS bleiben.
Links: Vorbetrachtung RWE
Mohrens Einwurf
Mittwoch, 13. Juli 2011
Rot Weiss Erfurt - Werder Bremen (1:2)
Nach einer gefühlten Ewigkeit war es gestern endlich soweit. Das erste Spiel mit neu formierter Mannschaft im SWS fand statt. Und dann gleich ein - oh oh, hier kommt das verbotene Wort, nein nicht Jena, das andere - Kracher! Gegen einen Erstligisten! Werder Bremen! Letzte Saison dem Abstieg näher, als der Europa League! Leicht ersatzgeschwächt, aber ansonsten mit der ersten Mannschaft.
Was wurde in den vergangenen Wochen für ein Tamtam aus dem gestrigen Spiel gemacht. Jeden Tag eine neue Meldung über Bremen auf der RWE-Homepage. Natürlich ist es verständlich, dass der Verein bemüht ist, möglichst viele Zuschauer ins SWS zu locken, und vielleicht verirrt sich in Zukunft der ein oder andere Werder Anhänger wieder an den Steigerwald, aber eigtl. bin ich sehr froh, dass es nun vorbei ist und sich Fans und Verein auf das wesentlich wichtigere, und sicherlich auch (noch) besser besuchte Spiel gegen Carl Heinz Jena vorbereiten können.
Und genau vor diesem wichtigen Spiel möchte ich noch eine kleine Einzelkritik zu den gestrigen Akteuren im Rot-Weiss-Trikot abliefern. Denn obwohl Werder sicher nicht volle Kraft voraus gefahren ist, haben unsere Jungs relativ gut mitgehalten und einige schön herausgespielte Angriffe vorgetragen.
Rickert: Sicherlich für einige Zuschauer eine Überraschung im Tor. Aus meiner Sicht ein gutes Spiel von ihm. Bei den Gegentoren weitesgehend machtlos, zumindest das 1:2 war ein verdeckter Schuss, den er kaum gesehen hat. Meist sicher bei hohen Bällen und vor allem sehr zügig in der Spieleröffnung. Stand weit vorm Tor ohne, dass man Angst haben musste. Sponsel muss sich strecken, wenn er gegen Jena im Tor stehen will...
Ofosu-Ayeh: Beackerte mit Danso die rechte Abwehr und tlw. Angriffseite. Stand mir einige Male zu weit weg vom Gegenspieler und zu sehr in die Mitte gezogen, so dass eine große Lücke zw. der linken Bremer Angriffsseite und dem Verteidiger entstand. Wenn er im Zweikampf war aber sehr bissig und schnell.
Rauw: Kein überragender Auftritt, aber solide. Muss noch etw. spritziger werden, hat sich glaube ich beim 1:0 ziemlich überrumpeln lassen.
Oumari: Ebenfalls eher unauffällig, was aber positiv gewertet werden kann.
Ströhl: Vor allem durch seine Einwürfe sorgte er für Gefahr, oder zumindest Aufmerksamkeit. Kein schlechtes Spiel.
Weidlich: Hat wie immer viel versucht und wenig erreicht. Trotzdem gefällt sein Gewühle und sein Versuch sich durch zu tanken.
Pfingsten-Reddig: Einige Flanken waren zu flach, gerade bei Ecken. Ansonsten eher unauffällig.
Zedi: Leiter des Erfurter Spiels. Ein paar Ballverluste, aber immer am Ackern und sicherlich wichtig für die Mittelfeldachse, mit Übersicht und Cleverness.
Caillas: In der zweiten Halbzeit besser, typisches Caillas Spiel, nicht mehr laufen als nötig, aber wenn dann richtig. Seine Erfahrung und Abgezocktheit werden uns diese Saison hoffentlich ein paar Vorteile bringen.
Reichwein: Ach Marcel, was machen wir nur mit dir? Da war zwischen Genie und Wahnsinn wieder alles dabei. Leider manchmal mit der falschen Entscheidung, hier noch ein schlenker und dort noch ein Tritt ins Leere, anstatt direkter zum Tor zu gehen. Dennoch sehr mannschaftsdienlich, holt sich die Bälle, lauf- und zweikampfstark, aber manchmal auch zu schnell am Aufgeben, wenn eine Aktion mal nicht klappt wie gewollt.
Morabit: Ui der kann rennen! Sehr schnell und ballsicher, wird uns noch einiges an Freude bereiten, hoffe ich.
Zu den Auswechselern kann ich nicht viel sagen, einzig Paradies hat mit seinen Tor natürlich für ein Ausrufezeichen gesorgt. Bleibt abzuwarten, wie viel von der gestrigen Leistung ins erste Pflichtspiel mitgenommen werden kann.
Was wurde in den vergangenen Wochen für ein Tamtam aus dem gestrigen Spiel gemacht. Jeden Tag eine neue Meldung über Bremen auf der RWE-Homepage. Natürlich ist es verständlich, dass der Verein bemüht ist, möglichst viele Zuschauer ins SWS zu locken, und vielleicht verirrt sich in Zukunft der ein oder andere Werder Anhänger wieder an den Steigerwald, aber eigtl. bin ich sehr froh, dass es nun vorbei ist und sich Fans und Verein auf das wesentlich wichtigere, und sicherlich auch (noch) besser besuchte Spiel gegen Carl Heinz Jena vorbereiten können.
Und genau vor diesem wichtigen Spiel möchte ich noch eine kleine Einzelkritik zu den gestrigen Akteuren im Rot-Weiss-Trikot abliefern. Denn obwohl Werder sicher nicht volle Kraft voraus gefahren ist, haben unsere Jungs relativ gut mitgehalten und einige schön herausgespielte Angriffe vorgetragen.
Rickert: Sicherlich für einige Zuschauer eine Überraschung im Tor. Aus meiner Sicht ein gutes Spiel von ihm. Bei den Gegentoren weitesgehend machtlos, zumindest das 1:2 war ein verdeckter Schuss, den er kaum gesehen hat. Meist sicher bei hohen Bällen und vor allem sehr zügig in der Spieleröffnung. Stand weit vorm Tor ohne, dass man Angst haben musste. Sponsel muss sich strecken, wenn er gegen Jena im Tor stehen will...
Ofosu-Ayeh: Beackerte mit Danso die rechte Abwehr und tlw. Angriffseite. Stand mir einige Male zu weit weg vom Gegenspieler und zu sehr in die Mitte gezogen, so dass eine große Lücke zw. der linken Bremer Angriffsseite und dem Verteidiger entstand. Wenn er im Zweikampf war aber sehr bissig und schnell.
Rauw: Kein überragender Auftritt, aber solide. Muss noch etw. spritziger werden, hat sich glaube ich beim 1:0 ziemlich überrumpeln lassen.
Oumari: Ebenfalls eher unauffällig, was aber positiv gewertet werden kann.
Ströhl: Vor allem durch seine Einwürfe sorgte er für Gefahr, oder zumindest Aufmerksamkeit. Kein schlechtes Spiel.
Weidlich: Hat wie immer viel versucht und wenig erreicht. Trotzdem gefällt sein Gewühle und sein Versuch sich durch zu tanken.
Pfingsten-Reddig: Einige Flanken waren zu flach, gerade bei Ecken. Ansonsten eher unauffällig.
Zedi: Leiter des Erfurter Spiels. Ein paar Ballverluste, aber immer am Ackern und sicherlich wichtig für die Mittelfeldachse, mit Übersicht und Cleverness.
Caillas: In der zweiten Halbzeit besser, typisches Caillas Spiel, nicht mehr laufen als nötig, aber wenn dann richtig. Seine Erfahrung und Abgezocktheit werden uns diese Saison hoffentlich ein paar Vorteile bringen.
Reichwein: Ach Marcel, was machen wir nur mit dir? Da war zwischen Genie und Wahnsinn wieder alles dabei. Leider manchmal mit der falschen Entscheidung, hier noch ein schlenker und dort noch ein Tritt ins Leere, anstatt direkter zum Tor zu gehen. Dennoch sehr mannschaftsdienlich, holt sich die Bälle, lauf- und zweikampfstark, aber manchmal auch zu schnell am Aufgeben, wenn eine Aktion mal nicht klappt wie gewollt.
Morabit: Ui der kann rennen! Sehr schnell und ballsicher, wird uns noch einiges an Freude bereiten, hoffe ich.
Zu den Auswechselern kann ich nicht viel sagen, einzig Paradies hat mit seinen Tor natürlich für ein Ausrufezeichen gesorgt. Bleibt abzuwarten, wie viel von der gestrigen Leistung ins erste Pflichtspiel mitgenommen werden kann.
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