Die ersten Neuzugänge haben ihren Weg in die Mannschaft gefunden. Wie bereits vermutet wird unsere Abwehr durch einen starken Anführer namens Bernd Rauw von Union Berlin und einen jungen wilden namens Phil Ofosu-Ayeh aus Wilhelmshaven verstärkt. (Siehe Vereinshomepage)
Gleichzeitig verlässt Dennis Hillebrand den Verein. Für mich kam die Nachricht gerade etwas überraschend, weil die Vorzeichen bisher auf Vertragsverlängerung standen. Ich vermute Mal finanzielle Vorstellungen haben zu dieser Entscheidung geführt.
Außerdem ist seit gestern offiziell, dass Orle den Verein nach Karlsruhe verlässt und sich dort dem beinah-Absteiger anschließt. Viel Glück! Möckel hingegen geht zum vielleicht- Aufsteiger Dynamo Dresden.
Mittwoch, 18. Mai 2011
Sonntag, 15. Mai 2011
Abgänge
Da ist sie vorbei, die Drittligasaison. Ein nicht unbedingt versöhnlicher, aber verdienter Platz 5 steht am Ende in der Tabelle neben dem FC Rot Weiss Erfurt. Eigentlich ein gutes Ergebnis, keine Frage, aber auch irgendwie zu wenig bei den Möglichkeiten, welche in den letzten Wochen vergeben wurden.
Aber an dieser Stelle möchte ich weder über das, was vor dem letzten Spieltag, noch was während des etwas glücklichem Erfolg über den VfR Aalen passiert ist, schreiben. Viel interessanter sind die Dinge, die sich auf dem Rasen und auf und vor dem Zaun des Fanblocks abspielten. Dort wurden nämlich im Vorfeld eine komplette Fußballmannschaft weg geschickt. Verabschiedet, wie es euphemistisch heißt. Die schiere Anzahl muss man sich auf der Zunge zergehen lassen, 11, elf, ELF Abgänge hat der Verein zu verzeichnen. Sollte hier ein Industrievertreter mit viel Geld zufällig eine neue Mannschaft aufbauen wollen, ich hätte hier eine vollständig und in gutem Zustand abzugeben! Und das beste, sie ist auf nahezu allen Positionen bereits besetzt: Torhüter Dirk Orlishausen, eine Abwehr um Fabian Stenzel, Jens Möckel, Dennis Malura und Martin Pohl, sowie ein Mittelfeld/Sturm mit Tino Semmer, Julian Lüttmann, Martin Hauswald (von den Fans nochmal richtig und zurecht für die Leistung der vergangenen Jahre gefeiert!), so wie Petr Smisek (der sich seit gefühlter unendlicher Zeit bei unserem Verein bewegt, ohne sich ernsthaft zu bewegen), Chhunly Pagenburg und Sebastian Becker.
Natürlich ist es aus finanzieller Sicht wichtig, diese Spieler nicht mehr auf dem Gehaltszettel zu haben. Sportlich sind einige der Herren sicher auch zu verschmerzen. Doch gerade Orle wird im SWS vermisst werden. Nicht, weil Sponsel ein schlechter Nachfolger wäre, im Gegenteil, aber als Identifikationsfigur wie sie einst nur Hebestreit war, hinterlässt er eine klaffende Wunde. Kein Wunder, dass Orle am Ende auf dem Zaun die UFFTA anstimmen durfte. Wohin sein Weg geht, weiß bisher kein außenstehender.
Interessant ist auch, dass diese Saison gerade unsere anscheinend größte Schwachstelle das dringende Bedürfniss hat, in die zweite Liga zu wechseln. Die Abwehr hat 45 Gegentreffer zugelassen, dass ist der schlechteste Wert unter den Top 5, wenn auch weniger als fast alle weiter unten stehenden Gegner. Dennoch wirkte sie gerade in den letzten Saisonspielen wenig souverän, oft löste sie sich auf wenn vorne "alles oder nichts" gespielt wurde und durcheinander geschüttelt wurde sie auch um's ein und andere Mal. Vier Tore gegen einen beinah-Absteiger, und viele späte Tore, zeugen nicht gerade von Qualität. Hier will der Verein den Gerüchten nach mit Bernd Rauw einen Stabilisator einbetten Der war aber fast die gesamte Saison verletzt und machte auch im Spiel gegen den KSC nicht den aller besten Eindruck.
Aber im Steinhaus heißt die Devise wohl, wir müssen nehmen, was wir kriegen können. Der Etat wird nächste Saison nochmal um 300.000€ gesenkt. Die TV-Gelder werden auch weniger. Der Kader soll nicht mehr als 20 Spieler umfassen, viel auf Nachwuchs setzen und sicher auch im Unterhalt nicht mehr kosten, als nötig. Hier beißen sich manchmal Rolf Rombachs ehrgezige sportliche Ansprüche und seine finanzielle Ausgabebereitschaft. Außerdem zeigt es, dass die Erhöhung der Eintrittsgelder nicht zwingend mehr Einnahmen eingebracht hat. Trotzdem sind wir mit durchschnittlich 6.485 Zuschauern auch nicht schlecht aufgestellt und, Achtung, auf Platz 5. Das sind fast 1000 mehr, als in der vergangenen Saison. Hier waren sicherlich die spannenden Spiele gegen Braunschweig oder Regensburg und die Derbys ausschlaggebend, sowie zahlreiche Freikarten und Rabattaktionen.
Bleibt zu hoffen, dass man sich nicht verspekuliert und nach der finanziell riskanten Saison 09/10 diesmal zu wenig Risiko eingeht. Unsere Abgänge jedenfalls spülen kein neues Geld in die Vereinskasse - die Neuzgänge logischerweise auch nicht. Wie schlagkräftig die Mannschaft am Ende sein wird, zeigt sich dann in relativ genau einem Jahr.
Ich jedenfalls wünsche allen viel Erfolg für die kommenden Aufgaben, egal ob Neuzugang oder Abgang.
Aber an dieser Stelle möchte ich weder über das, was vor dem letzten Spieltag, noch was während des etwas glücklichem Erfolg über den VfR Aalen passiert ist, schreiben. Viel interessanter sind die Dinge, die sich auf dem Rasen und auf und vor dem Zaun des Fanblocks abspielten. Dort wurden nämlich im Vorfeld eine komplette Fußballmannschaft weg geschickt. Verabschiedet, wie es euphemistisch heißt. Die schiere Anzahl muss man sich auf der Zunge zergehen lassen, 11, elf, ELF Abgänge hat der Verein zu verzeichnen. Sollte hier ein Industrievertreter mit viel Geld zufällig eine neue Mannschaft aufbauen wollen, ich hätte hier eine vollständig und in gutem Zustand abzugeben! Und das beste, sie ist auf nahezu allen Positionen bereits besetzt: Torhüter Dirk Orlishausen, eine Abwehr um Fabian Stenzel, Jens Möckel, Dennis Malura und Martin Pohl, sowie ein Mittelfeld/Sturm mit Tino Semmer, Julian Lüttmann, Martin Hauswald (von den Fans nochmal richtig und zurecht für die Leistung der vergangenen Jahre gefeiert!), so wie Petr Smisek (der sich seit gefühlter unendlicher Zeit bei unserem Verein bewegt, ohne sich ernsthaft zu bewegen), Chhunly Pagenburg und Sebastian Becker.
Natürlich ist es aus finanzieller Sicht wichtig, diese Spieler nicht mehr auf dem Gehaltszettel zu haben. Sportlich sind einige der Herren sicher auch zu verschmerzen. Doch gerade Orle wird im SWS vermisst werden. Nicht, weil Sponsel ein schlechter Nachfolger wäre, im Gegenteil, aber als Identifikationsfigur wie sie einst nur Hebestreit war, hinterlässt er eine klaffende Wunde. Kein Wunder, dass Orle am Ende auf dem Zaun die UFFTA anstimmen durfte. Wohin sein Weg geht, weiß bisher kein außenstehender.
Interessant ist auch, dass diese Saison gerade unsere anscheinend größte Schwachstelle das dringende Bedürfniss hat, in die zweite Liga zu wechseln. Die Abwehr hat 45 Gegentreffer zugelassen, dass ist der schlechteste Wert unter den Top 5, wenn auch weniger als fast alle weiter unten stehenden Gegner. Dennoch wirkte sie gerade in den letzten Saisonspielen wenig souverän, oft löste sie sich auf wenn vorne "alles oder nichts" gespielt wurde und durcheinander geschüttelt wurde sie auch um's ein und andere Mal. Vier Tore gegen einen beinah-Absteiger, und viele späte Tore, zeugen nicht gerade von Qualität. Hier will der Verein den Gerüchten nach mit Bernd Rauw einen Stabilisator einbetten Der war aber fast die gesamte Saison verletzt und machte auch im Spiel gegen den KSC nicht den aller besten Eindruck.
Aber im Steinhaus heißt die Devise wohl, wir müssen nehmen, was wir kriegen können. Der Etat wird nächste Saison nochmal um 300.000€ gesenkt. Die TV-Gelder werden auch weniger. Der Kader soll nicht mehr als 20 Spieler umfassen, viel auf Nachwuchs setzen und sicher auch im Unterhalt nicht mehr kosten, als nötig. Hier beißen sich manchmal Rolf Rombachs ehrgezige sportliche Ansprüche und seine finanzielle Ausgabebereitschaft. Außerdem zeigt es, dass die Erhöhung der Eintrittsgelder nicht zwingend mehr Einnahmen eingebracht hat. Trotzdem sind wir mit durchschnittlich 6.485 Zuschauern auch nicht schlecht aufgestellt und, Achtung, auf Platz 5. Das sind fast 1000 mehr, als in der vergangenen Saison. Hier waren sicherlich die spannenden Spiele gegen Braunschweig oder Regensburg und die Derbys ausschlaggebend, sowie zahlreiche Freikarten und Rabattaktionen.
Bleibt zu hoffen, dass man sich nicht verspekuliert und nach der finanziell riskanten Saison 09/10 diesmal zu wenig Risiko eingeht. Unsere Abgänge jedenfalls spülen kein neues Geld in die Vereinskasse - die Neuzgänge logischerweise auch nicht. Wie schlagkräftig die Mannschaft am Ende sein wird, zeigt sich dann in relativ genau einem Jahr.
Ich jedenfalls wünsche allen viel Erfolg für die kommenden Aufgaben, egal ob Neuzugang oder Abgang.
Sonntag, 8. Mai 2011
Abstinenz
Ich weiß, ich habe diesen Blog, der bisher sicherlich sowieso wenig Aufmerksamkeit erhalten hat, in den letzten 3 Jahren äußerst verhungern lassen. Das ist sehr schade, zumal Sportblogs immer beliebter werden und die anderen Rot-Weiss Blogs, so sie es denn gibt, ebenso wenig Aufmerksamkeit erfahren. Außerdem war ich letzte Saison und die davor bei nahezu allen Heimspielen und ein paar Auswärtsfahrten dabei, hätte also sicherlich genug Stoff gehabt, um das ganze hier weiter auszubauen und mit interessanten Texten zu füllen.
Allein, dass der letzte Eintrag von Canizzarro und Bunjaku bestimmt wird, zeigt deutlich, wie lange ich hier nicht mehr zu gegen war. Beide Spieler haben unseren Verein vor langer Zeit verlassen, Albert ist sogar zum Nationalspieler gereift und ich denke alle Anhänger von Rot Weiss freuen sich darüber.
Nun liegt eine lange Saison hinter uns, mit vielen Höhen und Tiefen. Nach einem äußerst schlechten Start waren es vor allem die Heimspiele, die dem Verein geholfen haben, in höhere Tabellenregionen vorstoßen zu können. Dabei wurden der FCC und Dynamo Dresden in zwei aufregenden Spielen geschlagen, sowie der Klassenprimus und erste Aufsteiger dieser Saison, Eintracht Braunschweig mit 3:1 nach Hause geschickt.
Auswärts kamen wir nur langsam in Fahrt, mussten viele (späte) Niederlagen einstecken und konnten erst am 13. Spieltag einen 3:1 Auswärtserfolg in Saarbrücken feiern. Dazu kamen glücklicherweise noch die Siege in Dresden und Jena hinzu, die gerade den Anhängern im Gedächtnis bleiben dürften.
Dafür lief es im Thüringenpokal nicht ganz so gut. Unsere Freunde an der Saale konnten hier im Viertelfinale einen 2:1 Heimsieg bejubeln und träumten schon von der DFB Pokalteilnahme, die dem maroden Verein sicherlich einiges an Geld in die Kassen gespült hätte. Hätte, wenn man nicht anschließend gegen Meuselwitz ausgeschieden wäre.
Trotz dieser bitteren Niederlage gelang unter Steffan Emmerling ein erstaunlicher Wandel. War in der Vorsaison noch die Rückrunde eine absolute Katastrophe, so hatte man diesmal bereits in der Hinrunde das Gefühl, den richtigen Mann am richtigen Fleck zu haben. Zwar musste "Emma" für späte Wechsel und ein nicht immer kreatives Spielsystem auch Kritik einstecken, seine Handschrift war der Mannschaft aber klar anzusehen. Zwischenzeitlich wurde in Erfurt wieder richtig guter Fußball gespielt. Dafür verantwortlich zeigten sich Tino Semmer, der den Verein am Ende der Saison Richtung Rostock verlassen wird, und eine stabile Mittelfeldachse um Zedi und Pfingsten-Reddig. Über die rechte Seite ging leider kaum etwas, obwohl wir hier mit Danso Weidlich einen spielstarken, aber sicherlich manchmal zu viel wollenden Spieler in unseren Reihen haben. Auch Dennis Malura war trotz seiner Schnelligkeit häufig auf verlorenem Posten, was umso ärgerlicher ist, weil auch er den Verein am Ende der Saison verlässt. Umso mehr blühte die linke Seite auf. Hier bewiesen Olivier Callias und Fabian Stenzel was spielerisch möglich ist, wenn alles gut zusammen passt.
Leider stellten sich im Laufe der Saison viele Mannschaften auf unser relativ statisches und immer auf die gleichen Mittel vertrauendes Team ein, so dass Stuttgart und Regensburg zu Auswärtssiegen kamen, die aus unserer Sicht natürlich sehr bitter waren.
Und dann ist da ja noch der lange Kampf um Platz 3. Dieser berechtigt bekanntermaßen zur Teilnahme an den Relegationspielen. Leider mussten wir nach zahlreich vergebenen "Matchbällen" am vergangenen Spieltag unsere Hoffnung endgültig begraben. Zuvor vergab Rot Weiss schier endlose Möglichkeiten die patzende Konkurrenz um Offenbach, Wiesbaden und Dynamo Dresden auf Distanz zu bringen. Dass sich diese Punktverluste so herb rächen würden, damit hatte nichtmal ich noch gerechnet. Aber die 4:3 Niederlage in Ahlen zeigte deutlich, dass es unserem jetztigen Kader noch an mentaler Kraft und Cleverniss fehlt. Gerade die Abwehr löste sich in den entscheidenen Momenten viel zu schnell auf. Umso erstaunlicher ist es, dass mit Stenzel, Malura und Möckel gleich drei Akteure aus dieser Reihe den Verein verlassen, um höherklassig zu spielen.
Trotzdem muss man der Mannschaft eine gute Saison attestieren, die aber mit einem schwarzen Fleck auf der Zielgeraden in Erinnerung bleiben wird. Schließelich ist man nun kurz davor, auch noch das Minimalziel "4. Platz" zu verpassen, kann es sogar nicht mal mehr aus eigener Kraft schaffen.
Also bleibt nur zu hoffen, dass Herr Traub und Herr Emmerling für die kommende Saison die richtigen Schritte einleiten, Erfahrung in die Abwehr und Konkurrenz für Reichwein und Drexler in den Sturm bringen. Ich jedenfalls blicke mit Zuversicht auf die kommende Saison. Mit der Ansage, ein neues Stadion zu bekommen, muss ein Ruck durch Verein, Fans und Mannschaft gehen. Die Tendenz der letzten Jahre zeigt klar nach oben, und wenn alle an einem Strang ziehen, kann das unmögliche möglich gemacht werden und der direkte Aufstieg in die zweite Liga gelingen. Natürlich sind wir immer noch der Außenseiter, weil Rolf Rombach und Detlef Goss die finanziellen Mittel fehlen um hohe Investitionen in den Profikader zu tätigen. Aber dass man auch mit kleinem Geld weit kommen kann, hat diese Saison bereits bewiesen.
Allein, dass der letzte Eintrag von Canizzarro und Bunjaku bestimmt wird, zeigt deutlich, wie lange ich hier nicht mehr zu gegen war. Beide Spieler haben unseren Verein vor langer Zeit verlassen, Albert ist sogar zum Nationalspieler gereift und ich denke alle Anhänger von Rot Weiss freuen sich darüber.
Nun liegt eine lange Saison hinter uns, mit vielen Höhen und Tiefen. Nach einem äußerst schlechten Start waren es vor allem die Heimspiele, die dem Verein geholfen haben, in höhere Tabellenregionen vorstoßen zu können. Dabei wurden der FCC und Dynamo Dresden in zwei aufregenden Spielen geschlagen, sowie der Klassenprimus und erste Aufsteiger dieser Saison, Eintracht Braunschweig mit 3:1 nach Hause geschickt.
Auswärts kamen wir nur langsam in Fahrt, mussten viele (späte) Niederlagen einstecken und konnten erst am 13. Spieltag einen 3:1 Auswärtserfolg in Saarbrücken feiern. Dazu kamen glücklicherweise noch die Siege in Dresden und Jena hinzu, die gerade den Anhängern im Gedächtnis bleiben dürften.
Dafür lief es im Thüringenpokal nicht ganz so gut. Unsere Freunde an der Saale konnten hier im Viertelfinale einen 2:1 Heimsieg bejubeln und träumten schon von der DFB Pokalteilnahme, die dem maroden Verein sicherlich einiges an Geld in die Kassen gespült hätte. Hätte, wenn man nicht anschließend gegen Meuselwitz ausgeschieden wäre.
Trotz dieser bitteren Niederlage gelang unter Steffan Emmerling ein erstaunlicher Wandel. War in der Vorsaison noch die Rückrunde eine absolute Katastrophe, so hatte man diesmal bereits in der Hinrunde das Gefühl, den richtigen Mann am richtigen Fleck zu haben. Zwar musste "Emma" für späte Wechsel und ein nicht immer kreatives Spielsystem auch Kritik einstecken, seine Handschrift war der Mannschaft aber klar anzusehen. Zwischenzeitlich wurde in Erfurt wieder richtig guter Fußball gespielt. Dafür verantwortlich zeigten sich Tino Semmer, der den Verein am Ende der Saison Richtung Rostock verlassen wird, und eine stabile Mittelfeldachse um Zedi und Pfingsten-Reddig. Über die rechte Seite ging leider kaum etwas, obwohl wir hier mit Danso Weidlich einen spielstarken, aber sicherlich manchmal zu viel wollenden Spieler in unseren Reihen haben. Auch Dennis Malura war trotz seiner Schnelligkeit häufig auf verlorenem Posten, was umso ärgerlicher ist, weil auch er den Verein am Ende der Saison verlässt. Umso mehr blühte die linke Seite auf. Hier bewiesen Olivier Callias und Fabian Stenzel was spielerisch möglich ist, wenn alles gut zusammen passt.
Leider stellten sich im Laufe der Saison viele Mannschaften auf unser relativ statisches und immer auf die gleichen Mittel vertrauendes Team ein, so dass Stuttgart und Regensburg zu Auswärtssiegen kamen, die aus unserer Sicht natürlich sehr bitter waren.
Und dann ist da ja noch der lange Kampf um Platz 3. Dieser berechtigt bekanntermaßen zur Teilnahme an den Relegationspielen. Leider mussten wir nach zahlreich vergebenen "Matchbällen" am vergangenen Spieltag unsere Hoffnung endgültig begraben. Zuvor vergab Rot Weiss schier endlose Möglichkeiten die patzende Konkurrenz um Offenbach, Wiesbaden und Dynamo Dresden auf Distanz zu bringen. Dass sich diese Punktverluste so herb rächen würden, damit hatte nichtmal ich noch gerechnet. Aber die 4:3 Niederlage in Ahlen zeigte deutlich, dass es unserem jetztigen Kader noch an mentaler Kraft und Cleverniss fehlt. Gerade die Abwehr löste sich in den entscheidenen Momenten viel zu schnell auf. Umso erstaunlicher ist es, dass mit Stenzel, Malura und Möckel gleich drei Akteure aus dieser Reihe den Verein verlassen, um höherklassig zu spielen.
Trotzdem muss man der Mannschaft eine gute Saison attestieren, die aber mit einem schwarzen Fleck auf der Zielgeraden in Erinnerung bleiben wird. Schließelich ist man nun kurz davor, auch noch das Minimalziel "4. Platz" zu verpassen, kann es sogar nicht mal mehr aus eigener Kraft schaffen.
Also bleibt nur zu hoffen, dass Herr Traub und Herr Emmerling für die kommende Saison die richtigen Schritte einleiten, Erfahrung in die Abwehr und Konkurrenz für Reichwein und Drexler in den Sturm bringen. Ich jedenfalls blicke mit Zuversicht auf die kommende Saison. Mit der Ansage, ein neues Stadion zu bekommen, muss ein Ruck durch Verein, Fans und Mannschaft gehen. Die Tendenz der letzten Jahre zeigt klar nach oben, und wenn alle an einem Strang ziehen, kann das unmögliche möglich gemacht werden und der direkte Aufstieg in die zweite Liga gelingen. Natürlich sind wir immer noch der Außenseiter, weil Rolf Rombach und Detlef Goss die finanziellen Mittel fehlen um hohe Investitionen in den Profikader zu tätigen. Aber dass man auch mit kleinem Geld weit kommen kann, hat diese Saison bereits bewiesen.
Abonnieren
Posts (Atom)