Montag, 25. Juli 2011

DERBYSIEGER RWE - FCC 3:0

Zugegeben, es war nicht alles Gold, was Samstagnachmittag unterhalb der Erfurter Anzeigetafel auf dem grünen Rasen gezeigt wurde. Das Ergebnis hingegen schimmerte dennoch goldgelb ins weite Rund: FC Rot Weiss Erfurt 3 : Carl Zeiss Jena 0!

Trotz des klaren Ergebnisses war das Spiel über weite Strecken wenig ansehnlich. Hatte der RWE in den ersten Minuten noch versucht, gleich aufzuzeigen, wer hier Chef im Ring ist, glitt ihnen das Spiel danach immer weiter aus der Hand. Beiden Mannschaften war anzumerken, dass hier keiner den ersten Fehler machen wollte. Kein Wunder also, dass das 1:0 nach einem Standard fiel. Olli flankte den Ball mit viel Effet in den Strafraum und per schönem Flugkopfball und völlig ungedeckt vom (an diesem Spieltag entscheidend schlechten) Hänge in die Maschen. Danach wurde das Spiel auf dem Rasen besser, die Stimmung im Stadion auf Rot Weisser Seite auch. Schade, dass es wieder einen unverbesserlichen gab, der Feuerwerkskörper zünden musste, sehr zum Unmut der herumstehenden Fans, was hier auch nochmal hervorgehoben werden soll.

In der zweiten Halbzeit gab sich Jena dann selbst den Todesstoß. Kurz nach Wiederanpfiff ließ sich besagter Hänge zu einem dummen Tritt hinreißen und verschaffte uns einen von NPR sicher verwandelten Elfemeter. Kurze Zeit später wurden dann die Leitwölfe des FCC ausgewechselt, mit kurioser Begründung von Heiko Weber: "Das Spiel ist doch eh verloren!"

Das 3:0 durch Reichwein war nur noch eine Frage der Zeit, weil Jena nun kommen wollte und Erfurt das Spiel im Griff hatte und kontern durfte. Spielerisch konnte mich das gezeigte über weite Strecken nicht überzeugen. Sei es nun Nervosität oder einfach Unvermögen - gegen Gegner die ihre Chancen konsequenter nutzen, würden wir nicht als Gewinner vom Platz gehen. Das Bemühen war da, Manno und Cello arbeiteten viel, Zedi derigierte gewohnt sicher das Spiel und auch Rauw war in der zweiten Halbzeit so, wie man sich das erhofft hat. Aber das täuschte nicht über viele Abspielfehler hinweg und auch nicht über die Schwierigkeiten im Spielaufbau, lange Bälle über das Mittelfeld waren noch nie ein probates Mittel. Trotzdem: wenn Emma noch an der Feinabstimmung arbeitet und alle mitziehen, dann werden wir auch diese Saison eine gute Rolle spielen.

Ein Wort noch zu Jovanovic. Er kam Mitte der zweiten Halbzeit und gefiel mir spielerisch ausgezeichnet, führte den Ball sicher am Fuß und mit viel Übersicht. Einzig bei der UFFTA wirkte er noch verunsichert, die Bindung zur Mannschaft schien noch nicht da zu sein. Fast schon schüchtern und hilflos wirkte er. Wo ein Sponsel laut mitsang, obwohl er das Duell gegen Rickert verlor und diese Saison wieder keinen Stammplatz hat, guckte Jovanovic wie ein Osterhase im Schnee. Hoffentlich nimmt ihn die Mannschaft noch an die Hand und in ihre Mitte um diesen Spieler auch menschlich an den Verein zu binden. Dann steht uns eine goldene Saison bevor.

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